Affen und Faultiere im Manuel Antonio National Park

Der Manuel Antonio National Park ist ein beliebtes Ziel bei einer Costa Rica Reise. Uns hat es auch in die Manuel Antonio Region verschlagen und heute möchten auch wir den viel gelobten National Park besuchen. Von unserem Hotel Serentiy in Quepos ist die Bushaltestelle nur einen Block entfernt. Der Bus fährt jede halbe Stunde, früh da sein lohnt sich bei Tierbeobachtungen immer. Leicht zu erkennen ist der Bus an seinen Farben weiß, blau, rot. Eine einfache Fahrt zum National Park kostet 315CRC (0,5€).

Jede halbe Stunde fährt ein Bus zwischen Quepos und dem Manuel Antonio National Park

Während der Fahrt kommt man an vielen Stränden und Restaurants vorbei, die alle sehr gut besucht sind. Auch die Haltestelle zum National Park befindet sich direkt an einem Strand.

Haltestelle National Park

Leicht verwirrend kann der Zugang zum National Park sein, denn es geht über einfache Feldwege und schmale Straßen ohne Beschilderung durch ein kleines Dorf.

Weg zum National Park

Die Eintrittskarte kauft man übrigens nicht am Eingang, sondern am 200m davor befindlichen Häuschen. Etwas verwirrend und unkonventionell, aber wir habens geschafft 😉 Der Eintritt für Ausländer kostet 16USD (13€). Guides können vor Ort gebucht werden.

Hier kauft man die Eintrittskarte

Die Pfade sind sehr gut ausgebaut, oft erhöht und mit einem Geländer abgesperrt. Das Feeling sich mitten im Dschungel zu befinden und auf Tierentdeckung zu gehen kommt damit nicht unbedingt auf…

Mitten im Dschungel oder doch eher in einem Besucherpark?

Die Pfade führen zunächst durch eine schöne Mangrovenlandschaft. Hier entdeckt man hauptsächlich Krebse.

Mangroven
Hier gibt es viele verschiedene Krebse

Der Manuel Antonio National Park ist nicht der größte Park Costa Ricas, dafür aber der am häufigsten besuchte. Kein anderer National Park hat jährlich so hohe Besucherzahlen wir der Manuel Antonio National Park. Viele Besucher kommen nämlich nicht nur um Flora und Fauna zu bestaunen, sondern auch um an einem der Strände zu Relaxen und zu Baden. Einige Besucher interessieren sich für das Alkoholverbot im Park nicht. Außerdem begegnen wir auf den Pfaden vielen sehr lauten Besuchergruppen, denen es egal ist, dass sie die Tiere verscheuchen, die andere Besucher gerne sehen möchten. Ein weiterer negativer Aspekt ist die Fütterung der Affen. Obwohl die Parkorganisation überall das Füttern verbietet, interessiert es viele nicht und die Affen werden immer aggressiver um an Futter zu kommen. Wer also unbedingt einen Affen sehen möchte, der muss zum Manuel Antonio National Park kommen 🙁

Affen kriegt man viele zu Gesicht – weil sie von den Besuchern gefüttert werden, werden sie immer aggressiver

Schließlich kommen wir an einen der Strände. Das Wasser hat eine herrliche blau-grüne Farbe und mit dem Dschungel im Hintergrund entsteht ein wunderschönes Panorama!

Manuel Antonio National Park – hier trifft Regenwald auf Meer

Mehrere Pfade führen durch die Dschungellandschaft. Wie schon gesagt, beschränken sich die meisten Tiersichtungen auf Affen. Dennoch steigt die Wahrscheinlichkeit durch Hinweise von anderen Besuchern mehr Tiere zu entdecken. So entgehen uns die sehr gut getarnten Faultiere in den Bäumen nicht. Insgesamt sehen wir vier Faultiere im Park! Nicht schlecht!

Die Faultiere findet man meistens beim Schlafen vor
Oder beim Chillen 😉

Wie schon gesagt, pilgern die meisten Besucher direkt zu den Stränden. Diese sind tatsächlich sehr schön, aber ein Geheimtipp sieht anders aus. Außerdem sollte man wegen der Affen auf sein Gepäck achten.

Die meisten Parkbesucher entspannen an den Stränden

Auch hier gehen die tierischen Diebe auf Beutejagd. Neben Affen ist auch eine Gruppe Waschbären unterwegs.

Die Waschbären suchen nach Abfällen

Wir schlendern weiter durch die Dschungelpfade und entdecken noch ein paar andere Tiere. Die Brüllaffen sind leider nur zu hören und kaum zu sehen. Dafür ist die Gruppe Totenkopfäffchen niedlich und verspielt und es macht Spaß ihnen zuzusehen.

In den Bäumen entdecken wir vor allem Affen
Totenkopfäffchen
Blattschneiderameisen
Ein Reh in Costa Rica? Das erwatet man eigentlich gar nicht 😀

Unser Fazit zum Manuel Antonio National Park fällt etwas zwiegespalten aus. Tiersichtungen sind ziemlich sicher – vor allem Affen und Faultiere. Auch die Strände mit dem schönen blauen Meer und dem dichten Dschungel im Hintergrund sind ein wunderschöner Anblick! Alles andere wirkt aber wie eine Massenveranstaltung. Es sind zu viele (vor allem laute) Besucher im Park, die Wege sind eher breite Wanderwege statt Pfade durch den Dschungel und beim Verbot der Tierfütterungen sollte konsequenter vorgegangen werden. Allein der National Park wäre für uns kein Grund in die Manuel Antonio Region zu reisen. Wir sind froh auch den Rainmaker Park besucht zu haben, der für uns ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber ist!

Zusammenfassung und Tipps für Manuel Antonio

Unser Hotel in Quepos

Hotel Serenity

Doppelzimmer inkl. Frühstück ab 50€ pro Nacht

  • Bewertung bei booking.com: 8,1
  • Zimmer mit WLAN, TV und Kühlschrank
  • sehr schöne Außenpoolanlage
  • leckeres Frühstück
  • Kaffee und Obst stehen den ganzen Tag kostenlos zur Verfügung
  • sehr zentrale Lage
  • Supermarkt, Bäckerei und Restaurants in der Nähe
  • Bushaltestelle nur ein Block entfernt

Manuel Antonio National Park

Eintritt: 16USD (13€) pro Person

Öffnungszeiten: 7 -16 Uhr täglich, Montag geschlossen

  • kleiner Park mit hoher Wahrscheinlichkeit von Affen- und Faultiersichtungen
  • Meer und Dschungel bieten zusammen einen tollen Anblick
  • Badesachen nicht vergessen, an den Stränden kann man Baden
  • von Quepos mit dem öffentlichen Bus leicht erreichbar: 315CRC (0,5€) für eine einfache Fahrt; fährt jede halbe Stunde
  • sehr viele laute und rücksichtslose Besucher im Park
  • auf das Fütterungsverbot von Affen wird nicht geachtet, diese sind mittlerweile sehr aggressiv und durchsuchen Taschen und Rucksäcke

Tipps für Manuel Antonio

  • für Strecken zwischen zwei Orten benötigt man in Costa Rica deutlich länger als sie auf der Landkarte erscheinen!
  • sehr gutes Shuttleunternehmen in Costa Rica: Interbus
  • Transfer mit Interbus von Monteverde nach Manuel Antonio: 64USD (54€) pro Person, 4 Stunden Dauer
  • öffentlicher Bus zwischen Monteverde und Manuel Antonio dauert ca. 8 Stunden
  • Unser Restaurantfavorit in Quepos: Soda Sanchez
  • Quepos ist keine schöne Stadt, aber sie eignet sich perfekt als Basis für Ausflüge und Aktivitäten in der Manuel Antonio Region
  • Aktivitäten in der Umgebung: Kayak fahren im Mangrovenwald, Katamarancruise, Nachtwanderung, Strände
  • Naturreservate: Manuel Antonio Nationalpark, Rainmaker Park

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