Melbourne

Wir fahren nach Melbourne und unser erster Stopp ist der Pink Saltwater Lake im Westgate Park. Riesen Enttäuschung, denn der See ist nicht pink sondern grün!

Pink Saltwater Lake im Westgate Park
Pink Saltwater Lake im Westgate Park

Auf einem angebrachten Schild lesen wir, dass er wahrscheinlich erst wieder im Sommer pink wird, was durch eine im Wasser enthaltene Grünalge und ein Halobakterium zustande kommt. Gut, dass der See auf dem Weg lag und wir keinen Umweg gefahren sind.

Nicht pink :(
Nicht pink 🙁

Unser eigentliches Ziel ist die Formel 1 Strecke von Melbourne. Diese liegt im Albert Park und natürlich haben wir uns mit dem Camper auf die Pole Position gestellt und sind die Strecke abgefahren! 😉

Formel 1 Strecke in Melbourne
Formel 1 Strecke in Melbourne

Außerdem war eine Tür zur Boxengasse geöffnet. Im TV sieht alles viel größer aus!

Boxengasse
Boxengasse

Am nächsten Tag ist ein Termin beim Friseur eingeplant. Nach längerer Internetrecherche haben wir uns für Hairroom in Broadmeadows entschieden. Dom, ein Italiener und seine beiden Angestellten sind super nett und wissen was sie tun. Mit neuem Haarschnitt und Farbe für Carina können wir die Reise fortsetzen 🙂 Wir gehen anschließend Shoppen und gönnen uns noch einen leckeren Frozen Yogurt. Gegen Abend fahren wir zum St. Kilda Beach. Carina hatte die Hoffnung nach Neuseeland schon aufgegeben Pinguine zu sehen, aber hier in Melbourne soll es eine Zwergpinguin Kolonie geben. Die kleinen Pinguine sind total süß, vor allem wenn sie mit ihren Stummelflügelchen wackeln. Einige Volunteers sorgen dafür, dass das Blitz-Verbot eingehalten wird und leuchten die Pinguine mit rotem Licht an, damit man trotzdem Fotos machen kann. Es soll hier ca. 1200 Pinguine in dieser Kolonie geben und dazwischen sieht man auch immer mal wieder eine Rakali (Wasserratte).

Zwergpinguine am St. Kilda Beach
Zwergpinguine am St. Kilda Beach

Anschließend fahren wir zu den Docklands um noch ein paar Nachtaufnahmen von Melbourne zu machen.

Melbourne Docklands
Melbourne Docklands

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Heute ist Camper Rückgabe und wir sind den halben Tag mit Packen und Putzen beschäftigt. Ja in den lächerlichen Vertragsbedingungen steht, dass der Camper gewaschen zurück gegeben werden muss, sonst kostet es 200AU$ Gebühr. Dann müssen wir natürlich auch noch unser Gas auffüllen lassen. Die meisten Tankstellen tauschen die Flaschen nur aus, deshalb fahren wir zu Supagas um unsere Flasche auffüllen zu lassen. Der Laden sieht so aus als könnte er jeden Moment in die Luft fliegen mit seinen überall ohne Sicherheitsschutz gelagerten Gasflaschen, deshalb machen wir uns nach dem Auffüllen schnell wieder aus dem Staub. Nachmittags geben wir unseren Camper ohne Probleme zurück. Insgesamt sind wir (also Markus) 7752 km in 6 Wochen durch Australien gefahren! Viel Programm, aber es hat sich definitiv gelohnt!

Da die Rückgabestation mitten in einem Wohngebiet liegt, sind wir froh, dass Kieran, unser Airbnb Gastgeber, uns abholen kommt. Unser Zimmer ist liebevoll dekoriert und wir haben auch zwei myki-Karten fürs Zug fahren bekommen.

Unsere Airbnb Unterkunft in Melbourne
Unsere Airbnb Unterkunft in Melbourne

Am nächsten Tag möchten wir uns Melbourne ansehen. Unser erster Stop ist der Federation Square, mit vielen Restaurants und Straßenkünstlern.

Federation Square
Federation Square

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Dort befindet sich auch die St. Pauls Cathedral, allerdings muss man 5AU$ bezahlen, damit man in der Kirche Fotos machen darf!

St. Pauls Cathedral
St. Pauls Cathedral

Wir laufen durch den Botanischen Garten, allerdings stellt sich dieser eher als Park heraus, deshalb drehen wir um und schlendern durchs CBD, unter anderem über die Elisabeth Street und die Bourke Street, wo es zahlreiche Geschäfte gibt.

Elisabeth Street
Elisabeth Street

Weiter geht es nach Chinatown, was aber nichts besonderes ist.

Chinatown
Chinatown

Anschließend gehen wir weiter zum Old Treasury Building und dem Parliament House. Auch die angrenzenden Treasury Gardens sind eher enttäuschend und ähneln mehr einem Park.

Parlament
Parlament

Wir gehen weiter zu dem Ort, der auf WikiCamps mit „Best Piss of your Lifetime“ deklariert ist. Dabei handelt es sich um eine Toilette im 35. Stock des Sofitel Hotels. Der Eingang ist schwer zu finden und wir wundern uns immer noch wie wir in Touri-Klamotten am Personal vorbeigekommen sind. Wir sind nicht die einzigen, die sich die Aussicht von der Toilette ansehen wollen, denn es haben mehrere Leute den Weg hierher gefunden um Fotos von der Aussicht zu machen 😀

Ausblick von der Toilette vom Sofitel Hotel ;)
Ausblick von der Toilette vom Sofitel Hotel 😉

Wieder auf den Straßen Melbournes sehen wir uns die Hosier Lane an. Diese ist bekannt durch ihre vielen Graffiti Bilder und hier wird schon den Kleinen das Sprayen beigebracht.

Hosier Lane
Hosier Lane

In der Flinders Street steigen wir in die Free Cycle Tram, die kostenlos durch Melbourne fährt, und steigen bei den Carlton Gardens und dem Royal Exhibition House aus. Dort sind wieder Brautpaare unterwegs, die wir heute schon des öfteren gesehen haben.

Royal Exhibition House
Royal Exhibition House

Wir klappern noch ein paar Souvenirläden ab, bevor wir abends wieder mit dem Zug zurück nach Glenroy fahren. Als wir ankommen gibt es noch ein verspätetes Abendessen: Kangaroo! Kieran hat es für uns gebraten und wir müssen zugeben, dass es bis auf die seltsame Konsistenz sehr gut schmeckt. Nur kein schlechtes Gewissen haben, wenn man in den Burger beißt! Armes Kangaroo…

Fazit:

Wenn man mit dem Camper durch Australien reist, hat man wahrscheinlich die größte Unabhängigkeit und kann fahren wohin man möchte. Dies war bis vor ca. 10 Jahren die beste Wahl zu reisen, denn auch die Australier sind eine Campernation, deshalb findet man überall kleine Rest Areas. Allerdings nimmt die Attraktivität mit dem Camper zu reisen seit einigen Jahren ab, denn das Council schließt immer mehr kostenlose Campingplätze, stellt überall „No Camping“-Schilder auf und auch ist eine Campermiete nicht gerade billig. Muss man dann in die teuren Campingplätze fahren, zahlt man mittlerweile mehr als wenn man sich einen Mietwagen nimmt und in Motels übernachtet. Wir hatten das Glück Truckstops und Service Stations nutzen zu können. Hört sich auf den ersten Blick nicht gerade attraktiv an, allerdings ist man hier oft besser beraten als auf einem kostenpflichtigen Campingplatz. Man kann heiß duschen, was auf kostenlosen Plätzen natürlich ein Wunschtraum ist und die Einrichtungen sind überraschenderweise immer absolut sauber geputzt! Parkt man dann nicht allzu weit vom McDonalds oder Hungry Jacks entfernt, die es eigentlich immer auf Service Stations gibt und 24h geöffnet haben, hat man auch noch gratis Internet 🙂 und natürlich wird die Service Station auch videoüberwacht, sodass man sich sehr sicher fühlen kann. Also falls jemand mit dem Camper durch Australien reisen will, das ist unser Geheimtipp für euch. Allerdings vermuten wir, dass auf Service Stations zu nächtigen allerhöchstens für die nächsten paar Jahre möglich ist. Denn es ist nur eine Frage der Zeit bis mehrere auf diese Idee kommen und es Überhand nimmt und die Besitzer eine Übernachtung nicht mehr erlauben, denn eigentlich ist dies ja für die Truckfahrer gedacht.

Australien! Was soll man dazu sagen? Viele träumen davon dieses Land zu sehen. Auch wir müssen zugeben, dass uns das Land schwer begeistert hat! Entlang der Ostküste gibt es immer Neues zu sehen und entdecken. Natürlich war für die Biologin die Artenvielfalt ein Traum, aber auch der Fotograf fand ständig neue interessante Motive. Die 7 Wochen in Australien waren viel zu schnell vorbei und was wir alles gesehen haben passt wahrscheinlich gar nicht in ein Fotoalbum. Es ist schwierig die Highlights unserer Australienreise zu nennen, denn es gab so viele! Keine Frage, dass wir irgendwann wieder nach Australien reisen! Für nächstes Mal ist dann die Westküste eingeplant!

Aktivitäten und Touren in Melbourne

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